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Schicksalsgeschichten bewegen die Zuhörer

„Heilige Stunde“ rückt das Thema ungeborenes Leben in den Mittelpunkt.

Aus Schwäbische Zeitung, 17. April 2019

Mit einem Zitat von Albert Schweizer hat Diakon Werner Knubben die "heilige Stunde für das Leben und dessen Gefährdung" in der Kirche St. Fidelis eröffnet: "Leben ist Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."

Die besondere Veranstaltung begann mit einem langsam sich steigernden, am Schluss aufwühlenden Solo des Saxophonisten Wolfgang Eisele.

Geschichten aus der Beratungsstelle "donum vitae" hielten die aufmerksamen Zuhörer sechzig Minuten gefangen. Zwei Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle begleiteten Frauen in Konfliktsituationen und unterstützten sie bei ihren Entscheidungen. Im Chorraum von St. Fidelis trugen sie abwechselnd authentische Biographien vor, Lebensgeschichten, die von Bruno Hamm am Klavier und Wolfgang Eisele am Saxophon mit einfühlsamen Improvisationen aufgegriffen, in Töne und Klänge übersetzt und verstärkt wurden, sodass sie noch lange nachwirkten.

Ein junges Paar, gespielt von Hanna Stauß und Johannes Kretschmann, ringt im Gespräch mit der Beraterin um ein gemeinsames Für oder Wider und verlässt nachdenklich die Beratungsstelle, den letzten Satz der Beraterin im Ohr: Ich erinnere an die Gnade der Natur, die uns neun Monate Zeit lässt, mit dieser neuen Lebensaufgabe vertraut zu werden, buchstäblich schwanger zu gehen.

Die Musiker trugen mit ihren Reflexionen auch der positiven Entwicklung einer Geschichte Rechnung, indem das Gehörte sich zu einer heiter beschwingten Melodie, ähnlich einem Kinderlied, entwickelte, das pure Lebensfreude ausstrahlt.

Mit einem herzlichen Dankeschön an alle Beteiligten und der Einladung zu Gespräch und Austausch beendete Martin Bösch, der erste Vorsitzende des "donum vitae" Regionalverbandes Hohenzollern, die Veranstaltung.